Das Foodtruck-Business in Deutschland mag vielleicht ein relativ junges sein. Etwa seit 2010 sind die ersten Foodtrucks hierzulande unterwegs und versorgen die Bundesrepublik mit außergewöhnlichem Essen. Doch seitdem sind Hunderte Foodtrucks unterwegs und beginnen gemeinsam beachtliche Umsätze zu generieren.

Wir haben bereits eine Prognose gewagt, welches gewaltige Potential der deutsche Foodtruck-Markt bietet. Dabei haben wir auch die Essensgewohnheiten der (berufstätigen) Leute berücksichtigt, die sich in der Mittagspause über Abwechslung freuen und die Kantine gerne mal einen (oder mehrere) Tage auslassen. Letztlich gehen wir davon aus, dass der Foodtruck-Markt in den kommenden Jahren eine Summe von über zwei Milliarden Euro erreichen wird.

Diese Schätzung mag vielleicht ambitioniert sein, aber sie gibt einen Ausblick auf das, was möglich ist und berücksichtigt die extrem gestiegene Nachfrage bei Foodtruck-Importeuren und -Umrüstern.

Der Foodtruck-Markt in den USA: ein Milliarden-Geschäft

Foodtrucks Boston öffentlich

Foodtrucks auf öffentlichem Grund, möglich gemacht in Boston.

Ganz andere Dimensionen ergeben sich, wenn man in das Foodtruck-Geburtsland, die USA, schaut. Dort entwickelt sich der Foodtruck-Markt kontinuierlich weiter. Allein 2015 gab es über viertausend Foodtrucks, die zusammen einen Umsatz von über eine Milliarde US-Dollar erwirtschafteten.

Über fünf Jahre hinweg hat sich der Umsatz dort über zwölf Prozent nach oben bewegt. Mittlerweile ist der Foodtruck-Markt ein sehr ernstzunehmender, der die Gastronomie gehörig durcheinanderwirbelt.

Vorbild USA

Foodtrucks sind in der US-Gesellschaft längst angekommen. Jeder liebt sie als Alternative zu gewöhnlichem Fastfood. Das Angebot ist schier unendlich.

Das Tagesgeschäft ist in den USA die Basis jedes erfolgreichen Foodtruckers, das Catering ist das zweite wichtige Standbein. Events spielen beim Umsatz eine eher untergeordnete Rolle.

US-Marktdaten im Detail

Wir haben die wichtigsten Marktdaten aus den USA für euch zusammengetragen:

  • Marktgröße USA:1.200.000,000 $
  • Zuwachsrate der letzten fünf Jahre: 12.4 %
  • Durchschnittliche Einnahmen: 290.556 $
  • Durchschnittliche Bestellsumme: 12.40 $
  • Durchschnittliche Kosten für einen Foodtruck: 85,000 $

Diese Zahlen stammen aus dem Jahr 2015 und vermitteln auch ein gutes Bild davon, was für ein Potential in Deutschlands Foodtruck-Markt steckt. All diese Kennzahlen können sowohl dir als auch potentiellen Investoren ein Ansporn sein, in diese boomende Branche zu investieren. Er kann auch Unternehmen in Deutschland dazu bringen, sowohl Standortanbieter als auch Kunde in Form seiner hungrigen Mitarbeiter zu werden.

Deutsche Marktdaten

Derart detaillierte Daten vom deutschen Foodtruck-Markt gibt es noch nicht, wir haben für 2017 eine entsprechende Marktanalyse vorbereitet. Unsere aktuellen Zahlen und Interpretationen basieren auf der von uns begleiteten Entwicklung seit 2013.

Zusammenfassung

Foodtrucks sind in Deutschland seit etwa 2010 unterwegs
Der deutsche Foodtruck-Markt hat in den nächsten Jahren das Potential, über zwei Milliarden Euro zu umfassen
Der US-Foodtruck-Markt liegt bereits bei über einer Milliard US-Dollar
In den USA ergibt der Mix aus Tagesgeschäft + Catering den Erfolg. Ein Vorbild auch für Deutschland.
All diese Zahlen sollen für dein Gründungskonzept und für Investoren Ansporn sein.

  • Autor
  • Markus A. Wolf
  • Letzte Änderung
  • 2018-12-14
  • veröffentlicht
  • 2017-01-09
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Portrait Markus A. Wolf

Markus A. Wolf

Vom Lebensmittelchemiker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Foodtruck-Experten und Innovationsmanager, mit dem er die Branche beschreibt.