Chef Units aus Texas bietet mit einer 3-D-App die Möglichkeit, seinen Wunsch-Foodtruck vorab zusammenzubauen. Ein wichtiger Service für künftige Foodtrucker, die viel Geld in ihren Wagen investieren.

Houston, wir haben einen Foodtruck: Das texanische Unternehmen Chef Units bietet für die mobile Gastronomie das an, was man hierzulande aus dem Bereich Küche oder Bad kennt. Auf deren Homepage findet sich eine App (verfügbar für Windows, Mac und Lite-Version für den Browser), mit der man sich seinen eigenen Foodtruck zusammenstellen kann, inklusive 3D-Ansicht und anschließender Kostenschätzung.

Nachdem man sich registriert und die Größe des Trucks, z.B. einen 18 Feet Truck gewählt hat, geht es auch schon an die Innenausstattung. Oberregale, Arbeitsflächen, Grill, Dunstabzugshaube und Spülen kommen schnell dorthin, wo man sie haben möchte. Man kann dabei immer den Abstandsmesser zu Hilfe nehmen. Er zeigt die Abstände zwischen den Einheiten oder vom Boden bis zur Decke. Was man in Deutschland in Sachen Foodtruck-Kauf und Arbeitshöhe wissen muss, erfährst du in dem Artikel: Dein eigener Foodtruck – Was es beim Kauf zu beachten gilt.

Houston, wir haben einen Foodtruck

Das Video-Tutorial zur App

Dein zukünftiger Foodtruck in 3D

Während du deinen Foodtruck im Inneren fertig stellst, kannst du auch nach draußen und um dein zukünftiges Fahrzeug in 3D herum navigieren. Abschließend siehst du nochmal in einer Tabelle all deine Bestandteile, die du im Foodtruck verbaut haben möchtest. Danach geht es noch an die Extras wie einen TV, Lautsprecher oder eine Überwachungskamera. Auch eine Teil- oder Voll-Beklebung deines Wagens kannst du wählen. Abschließend gibst du noch den Namen deines Trucks, deine Essens-Ausrichtung, dein Budget und deine Adresse ein.

Nun speicherst du deinen geplanten Foodtruck und kannst dem Unternehmen eine Nachricht zukommen lassen.

Die Kosten

Chef Units bietet eine Kostenvorschau (für den US-Markt) an. Ein Foodtruck-Gesamtpaket gibt es dort ab 53.000 US-Dollar, also etwa 50.300 Euro. Darin enthalten sind ein Step Van. Dieser ist eines der häufigsten Foodtruck-Modelle und schlägt mit durchschnittlich 15.000 Dollar (ca. 14.300 Euro) zu Buche.

Dazu kommen der Innenausbau für 28.000 US-Dollar (ca. 26.500 Euro) im Schnitt und Zusatzgeräte wie Tiefkühltruhen oder Fritteusen für durchschnittlich 10.000 Dollar (ca. 9.500 Euro). Einen Silent-Generator gibt es für durchschnittlich 7.500 US-Dollar (ca. 7.100 Euro) und eine Voll-Beklebung gemäß dem eigenen Style für durchschnittlich 5.500 US-Dollar (ca. 5.100 Euro).

Ebenso kann man auf der Seite Foodtrailer ab 13.000 US-Dollar (ca. 12.300 Euro) und Food-Wägen (ohne genauen Preis) bekommen.

Wir finden, dass diese App eine tolle Möglichkeit ist, den (künftigen) Wagen zu visualisieren. Zudem ist der Kauf eines Foodtrucks eine große Investition, die man tätigt. Hier möchte man gerne einen Eindruck vorab bekommen, der auch die Realität widerspiegelt. Eine vergleichbare Lösung haben auch Unternehmen in Deutschland, aber noch keiner hat die eigene Anwendung öffentlich zur Verfügung gestellt.

  • Autor
  • Markus A. Wolf
  • Letzte Änderung
  • 2019-01-18
  • veröffentlicht
  • 2017-03-12
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Portrait Markus A. Wolf

Markus A. Wolf

Vom Lebensmittelchemiker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Foodtruck-Experten und Innovationsmanager, mit dem er die Branche beschreibt.