Andreas Oertel liebt Amerika, liebt die Menschen und die Art und Weise, in den USA einfach mal loslegen zu können. Ideen selbst zu realisieren ohne auf unzählige Miesmacher zu treffen, das wäre sein Traum. Da er aber zu stark familiär in Deutschland gebunden ist, setzte er hier die Ideen um, von denen er in den USA träumen würde.
Pinkfarbener Donut Foodtruck vor Ladengeschäft

Donutfactory steht am Parkplatz vor PC-IceBOX. Foto: © PC-IceBOX

Alles begann mit einem PC-Hardware Geschäft, das im Laufe der Zeit immer mehr zu einem amerikanischen Supermarkt wurde. Angefangen von Schokoriegeln, Chips, Getränken, Bier bis zu einem sehr umfangreichen Angebot an BBQ Utensilien. Selbst Backmischungen und Duftkerzen gibt es bei PC-IceBOX in Oberasbach.

„Es muss so 2008 gewesen sein“, erinnert sich Andreas, „als ein komischer Typ meinen Laden betrat und mir irgendwas von Rippchen als Sandwich erzählte. Er suchte dafür Test-Esser und interessierte sich für meine BBQ-Produkte”. Heute ist von diesem „komischen Typen“ der Star am Foodtruck-Himmel geschaffen worden, das RibWich Sandwich. Damals war Klaus P. Wünsch in der Region unterwegs und suchte Lösungen für seine Idee: Foodtruck. Monate später kam Klaus P. Wünsch wieder auf ihn zu, da er für RibWich einen Stellplatz suchte. Andreas war hin und weg von der Idee, denn er kannte die Foodtrucks bisher nur aus den USA.

Foodtrucks in San Mateo am SONY Komplex

Foodtruck Standort SONY in Kalifornien.

Zu Beginn stand RibWich einmal monatlich bei ihm. Die Kunden von PC-IceBOX waren begeistert und forderten schnell, dass RibWich häufiger kommen sollte. So stand der Truck bald im zweiwöchentlicher Turnus vor dem Laden. Andreas verlangte vom Foodtruck RibWich keine Standgebühr und RibWich verzichtete seinerseits auf die Buchungsbegühr. Selbst einen Starkstromanschluss machte Andreas möglich: „für Foodtrucks, die mehr Power brauchen“ meinte er grinsend.

Seither ist der „Foodtruck Friday“ bei PC-IceBOX ein sehr beliebter Wochentag. Regelmäßig ist sein Laden voll und das Team hat jede Menge damit zu tun, den vielen Kunden das Angebot zu erklären. „Wir freuen uns jedes mal auf Freitag, wenn wieder einer der Foodtrucks seine leckeren Gerichte anbietet“ schwärmt Andreas von der kulinarischen Vielfalt. Viele Kunden verbinden das leckere Essen mit einem Einkauf im Laden und somit sorgen die Foodtrucks für mehr Umsatz; und das kommt allen Beteiligten zugute.

„Wir freuen uns auf die Freitage und beide profitieren davon.“

Foodtruck Goud am Standort Nord-Ost Park Nürnberg mit Kundenschlange

Foodtruck Standtort Gewerbegebiet Nord-Ost Park. Leckere und geliebte Alternative zu gastronomischen Angeboten vor Ort.

Grundlage einer erfolgreichen Partnerschaft ist die Kostenneutralität. Weder Foodtruck noch Standort berechnen eine Gebühr. Da viele Foodtrucks autark arbeiten, benötigen sie auch wenig oder gar keinen Strom. Als Standortgeber kann man sich das als eine sehr erfolgreiche Werbekampagne vorstellen, die (bis auf die paar Cent Strom) auch noch kostenlos ist.

Voraussetzung für die Standortvergabe: Beide Seiten verfügen über eine Betriebshaftpflicht. So sind auch Unfälle abgesichert, die möglicherweise auf dem Grundstück des Eigentümers passieren. Ein weiterer Punkt ist die Lärm- und Geruchsbelästigung. Während Lärm an größeren Straßen oder Industriegebieten weniger auffällt, könnte der Geruch doch stören. Gerade bei sehr geruchsintensiven Foodtrucks – z.B Burgerbrater – sollte das im Vorfeld beachtet werden. Ein Hinderungsgrund ist das aber sicherlich nicht.

Vielen Dank an Andreas Oertel und PC-IceBOX für den Einblick und viel Erfolg und Genuss an den Freitagen.

  • Autor
  • Markus A. Wolf
  • Letzte Änderung
  • 2018-12-14
  • veröffentlicht
  • 2015-09-20
  • Tags
  • Bilder
  • No additional copyrights
Portrait Markus A. Wolf

Markus A. Wolf

Vom Lebensmittelchemiker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Foodtruck-Experten und Innovationsmanager, mit dem er die Branche beschreibt.