Mit einem imposanten, umgebauten US-Militärtruck sind die erfahrenen Köche Harald Schlor und Christian Ulma im Raum Frankfurt in ihrem Foodtruck Mundpropaganda unterwegs. Sie verrieten uns, was sie neben dem gewaltigen Gefährt noch auszeichnet.

Eine zu große Speisekarte macht oft skeptisch. Zu beliebig oder konzeptlos kann das Angebot dem Kunden erscheinen. Ganz anders ist das beim Frankfurter Foodtruck Mundpropaganda. Hier bieten die beiden Köche Harald Schlor und Christian Ulma eine gewaltige Bandbreite an, “von ‘A’ wie Auberginenmus über ‘I’ wie Iberico-Schweinerücken und ‘T’ wie Teriyaki-Chicken bis “Z” wie Zitronen-Risotto”, wie sie selbst sagen. Die positiven Bewertungen geben ihnen dabei Recht, mit ihrer breiten Palette weiterzumachen.

Viel her macht auch ihr Truck: Obwohl sie es sich nicht explizit auf die Fahne schreiben, sind Mundpropaganda im Raum Frankfurt mit dem vielleicht größten Foodtruck Deutschlands unterwegs.

Die Rede ist von einem umgebauten, monströsen, schwarzen US-Militärtruck M934, den FSV Paderborn realisiert hat. Einen Eindruck davon, wie der Truck aussieht, bekommt ihr in diesem Artikel, aber den besten Eindruck erhaltet ihr natürlich vor Ort, denn dieser Foodtruck ist nicht zu übersehen.

Was es sonst noch zu diesem außergewöhnlichen Foodtruck zu erfahren gibt, lest ihr hier in unserer legendären Porträt-Serie “10 Fragen an…”.

Erzählt bitte kurz was ihr in eurem Foodtruck anbietet!

Da wir gelernte Köche sind, haben wir uns im Speisenangebot nicht festgelegt. Unser absoluter Klassiker ist allerdings der Teriyaki-Chicken im Chili-Fladenbrot. Aber wir machen auch herzhafte Waffeln mit Roastbeef oder gebratenem Ziegenkäse, welcher von den Vegetariern sehr gerne verzehrt wird. Für einen Kunden von uns haben wir zum Sommerfest pochiertes Dorschfilet mit Zwiebel-Speckstippe auf Süßkartoffelstampf und Wasabigurken zubereitet.

Unser Truck und Trailer sind küchentechnisch voll ausgestattet, sodass wir vom Streetfood bis Menüservice alles anbieten können und wollen.

Wie seid ihr auf die Idee zu einem Foodtruck gekommen?

Wie schon gesagt, sind wir gelernte Köche und haben Spaß an unserer Arbeit. Deswegen sind wir 2014 auf die Idee gekommen selber einen Foodtrailer (Steelrunner) zu betreiben, aus dem wir unsere Kreationen an die Frau/den Mann bringen wollen. Aber es mußte noch etwas Besonderes her.

Aus diesem Grunde haben wir lange recherchiert und sind letztendlich auf den M934-Truck der US Army gestoßen. Der Umbau wurde im Sommer diesen Jahres von FSV-Custom-Trucks fertiggestellt und an uns übergeben.

Bietet ihr ein spezielles Produkt an oder eher eine größere Palette an Gerichten?

Von Streetfood über Buffet bis hin zum Menüservice, von „A“ wie Auberginenmus über „I“ wie Iberico-Schweinerücken und „T“ wie Teriyaki-Chicken bis “Z” wie Zitronen-Risotto bieten wir alles an. Damit wollen wir auf die verschiedenen Bedürfnisse unserer Kunden so gut wie möglich eingehen und dementsprechend auch ein breites Publikum ansprechen.

Worauf seid ihr besonders stolz?

Ich denke, wir sind besonders stolz auf unser Team, welches uns enorm unterstützt. Wir sind stolz auf jedes Lob, was unsere Speisen angeht und natürlich sind wir besonders stolz auf den neuen Foodtruck.

Der wahrscheinlich größte deutsche Foodtruck

Fahrt ihr mittags oder abends eine Tour?

Momentan sind wir auf der Suche nach einem festen Standort für unseren Trailer, an dem wir mittags oder abends ein bis zwei feste Gerichte und zusätzlich ein bis zwei Tagesgerichte anbieten wollen.

Wie häufig seid ihr auf Foodtruck- oder Street-Food-Events?

Momentan sind wir jedes Wochenende auf Streetfoodmärkten unterwegs. In einem Umkreis von 350 km haben wir bereits einiges abgedeckt.

Habt ihr einen gastronomischen Hintergrund?

Wir, dass sind Harald Schlor und Christian Ulma, sind gelernte Köche und verfügen zusammen über 55 Jahre Berufserfahrung. Harald Schlor hat bereits in Asien und diversen Sterneküchen im Aus- und Innland gekocht, während Christian Ulma in Deutschland und der Schweiz unterwegs war und in Hamburg erfolgreich seinen Abschluß an der Hotelfachschule gemacht hat.

Was waren eure größten Hürden auf dem Weg zum Foodtruck?

Es gab eigentlich keine großen Hürden auf dem Weg zum Foodtrailer/Foodtruck. Alles lief insgesamt relativ einfach.

Könnt ihr autark arbeiten oder benötigt ihr externen Strom?

Wir können leider nicht autark arbeiten, es sei denn wir haben einen Generator dabei ;-). Wir haben mit Absicht ein Betreiben mit Starkstrom gewählt. Dieses hat zweierlei Gründe: Zum einen haben wir keine Temperaturschwankungen der Fritteusen etc. und mit Starkstrom können wir selbstverständlich auch Indoor arbeiten. Bisher gab es allerdings keine Probleme Starkstrom auf den verschiedenen Festivals zu bekommen.

Was würdet ihr beruflich machen, wenn ihr keinen Foodtruck hättet?

Dann würden wir weiterhin als Köche arbeiten und uns einen Foodtruck anschaffen ;-)

  • Autor
  • Markus A. Wolf
  • Letzte Änderung
  • 2018-12-14
  • veröffentlicht
  • 2016-09-19
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Portrait Markus A. Wolf

Markus A. Wolf

Vom Lebensmittelchemiker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Foodtruck-Experten und Innovationsmanager, mit dem er die Branche beschreibt.