Das Zitat von Matthias Claudius: „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ müsste im Fall von Alex Klein etwas umgeschrieben werden. Zusammen mit Freundin war er in Asien unterwegs und kam begeistert von dem dortigen Erfolg des Streetfoods wieder zurück nach Würzburg.

Eine Begeisterung die ich sehr gut nachvollziehen kann – Thailand, eine Reise zu den Wurzeln des Street Food. Zu Hause machte er sich an den Aufbau seines Foodtrucks und heute fährt er mit seinem „Rechtslenker“ durch die Fränkische und bietet eine wöchentlich wechselnde Speisekarte an. Der eigentliche Renner aber sind die handgeschabten Spätzle, weißt der gelernte Koch aus Unterfranken zu berichten.

Erzählt bitte kurz was du in deinem Foodtruck anbietest!

Unser Renner sind die handgeschabten Spätzle vom Brett die wir in den verschiedensten Variationen anbieten: Wöchentlich wechselnd mal herzhaft mit Geschnetzeltem, als Veggi-Version mit Gemüse oder auch fruchtig exotisch mit einer Curryvariante. Saisonal kombinieren wir sie mit Spargel oder Artischocken und erfinden uns dabei immer wieder neu. Dauerhaft auf unserer Karte ist dagegen unser Weißkraut- und Gurkensalat mit Haus-Joghurt-Kräuter-Dressing. Auch unsere Käsespätzle sind zum Klassiker geworden, den Küchendampf Foodtruck aufgrund der großen Nachfrage immer an Bord hat.

Wie bist du auf die Idee zu einem Foodtruck gekommen?

Meine Freundin und ich lernten auf einer Asienreise den dortigen enormen Erfolg von Streetfood kennen. So auf den Geschmack gebracht wollten wir, kaum zurück in Deutschland, ebenfalls einen Foodtruck betreiben und entschieden uns für die heimische Küche, die ich in Unterfranken erlernt habe.

Bietest du ein spezielles Produkt an oder eher eine größere Palette an Gerichten?

Wir bieten eine wöchentlich wechselnde Speisekarte an.

Worauf bist du besonders stolz?

Besonders stolz bin ich auf unsere handgeschabten Spätzle und darauf dass wir sie auch im Zeitalter maschineller Verarbeitung noch genauso herstellen wie der Meister meines Meisters – übrigens ein Schwabe.

Auch unsere ausgewählten Zutaten, vom Spätzlemehl aus einer Traditionsmühle, bis hin zu den Artischocken aus unterfränkischem Anbau, sind durchaus ein Grund stolz zu sein.

Unser Foodtruck ist ein „Rechtslenker“ und das hat zu Beginn für einige „Probleme“ gesorgt.

Fährst du Mittags oder Abends eine Tour?

Wir sind mittags zwischen 11 und 14 Uhr on Tour mit mehreren Stopps die an den einzelnen Wochentagen wechseln, sich aber wöchentlich wiederholen.

Wie häufig seid ihr auf Foodtruck- oder Street-Food-Events?

So häufig es geht sind wir auf Foodtruck-Roundups und Festivals zu finden.

Habt ihr einen gastronomischen Hintergrund?

Ja, ich habe klassisch den Beruf des Kochs in Unterfranken erlernt und durfte Erfahrungen im In-und Ausland sammeln. Außerdem betrieb ich gemeinsam mit meiner Freundin zwei Jahre lang ein kleines Hotel und Restaurant. Seit einiger Zeit sind wir nun mit „Küchen Dampf“ unterwegs.

Was waren eure größten Hürden auf dem Weg zum Foodtruck?

Unser Foodtruck ist ein „Rechtslenker“ und das hat zu Beginn für einige „Probleme“ gesorgt.

Könnt ihr autark arbeiten oder benötigt ihr externen Strom?

Wir haben ein batteriebetriebenes Stromaggregat an Bord, das die Kühlvorrichtungen und die Elektronik versorgt. Der Herd wird mit Gas betrieben.

Was würdet ihr beruflich machen, wenn ihr keinen Foodtruck hättet?

Definitiv Essen auf 3 Rädern – TUK TUK.

  • Autor
  • Markus A. Wolf
  • Letzte Änderung
  • 2018-12-14
  • veröffentlicht
  • 2015-08-13
  • Tags
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  • Küchen Dampf Würzburg

Portrait Markus A. Wolf

Markus A. Wolf

Vom Lebensmittelchemiker zum Designer. Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Foodtruck-Experten und Innovationsmanager, mit dem er die Branche beschreibt.