Wer das Phänomen Pop-Up Restaurant noch nicht kennt, der sollte sich schleunigst informieren, denn diese spontan veranstalteten Events mit kulinarischem Schwerpunkt werden auch für Foodtrucks interessant. Im Rahmen der Nürnberger Restaurant Week 2015 bot Andrea Übelhack ein 3-Gänge-Menü an, in dem das eigentliche Kernprodukt des Foodtrucks Swagman die Hauptrolle spielte.
Womenpower im Swagman Foodtruck

Swagman Team vor Ort im PARKS Nürnberg Foto: © Benjamin Jungert / Nürnberg und so

Pop-Up Restaurants sind keine Neuerfindung. Schon zur Jahrtausendwende waren diese spontan veranstalteten Restaurants in Großbritannien und Australien der Hit. Damals waren es aber noch die “Supper clubs“, in denen sich ausgesuchte Gäste über die geschmacklichen Hochgenüsse an einem Abend freuten. Die heutigen Pop-Up Restaurants erlebten ihren Boom mit der gestiegenen Akzeptanz der verschiedenen Social Media Plattformen. Wie auch bei den Foodtrucks spielt die Spontanität und Echtzeitkommunikation eine große Rolle. Während Foodtrucks per Craftplaces Städteseiten, Foodtruck Apps und Social Media ihre aktuellen Standorte kommunizieren, nutzt ein Pop-Up Restaurant die Reichweite von Social Media hauptsächlich für die Kommunikation mit den Gästen.

Pop-Up Restaurants – eine Chance für Foodtrucks

Foodtruck von Swagman vor dem Gebäude des PARKS in Nürnberg

Swagman Team vor Ort im PARKS Nürnberg Foto: © Benjamin Jungert / Nürnberg und so

Pop-Up Restaurants wurden häufig von bestehenden lokalen Eventveranstaltern ausgerichtet. Auch in der Street-Food Szene sind Pop-Up Restaurants eine beliebte Form des kulinarischen Events. Für Foodtrucks ist diese Eventform dagegen recht neu – aber um so attraktiver. Während die meisten ihre Küche umständlich aufbauen müssen, hat der Foodtruck alles mit dabei. In vielen erfolgreichen Foodtrucks werkeln begeisterte Gastronomen, die für ihr Essen brennen. Der Schritt zu einem 3-Gänge-Menü ist da nicht weit. Zusätzlich bietet ein Pop-Up Restaurant noch viele weitere Vorteile. So kann der Foodtrucker unabhängig von Großevents auch selber aktiv werden und sein Essen in anderem Ambiente einer anderen Zielgruppe präsentieren. Eine Zielgruppe, die Tage später vielleicht mittags vor dem Truck steht und um eine dieser leckeren Portionen bittet, die es im Rahmen des Pop-Up Restaurants gab.

Für 25 Euro gab es ein 3-Gänge-Menü

Tafel mit Pop-Up Restaurant Hinweis vor Foodtruck

Street Food eben: Eine einfache Tafel weist auf das Pop-Up Restaurant hin. Foto: © Benjamin Jungert / Nürnberg und so

Für den ein oder anderen mag es verwunderlich sein, aber es gibt einige Foodtruck- Begeisterte, die große Events meiden und auch lange Warteschlangen verabscheuen. Gerade für diese Hungrigen ist das Pop-Up Restaurant eine Lösung. In ruhigem Ambiente – sitzend – kann das leckere Gericht probiert werden. Für einen Foodtrucker ist es endlich die Chance, die eigenen Vor- und Nachspeisen passend in Szene zu setzten. So dachte auch Andrea vom Foodtruck Swagman, als sie und ihr Team das 3-Gänge-Menü im Rahmen der Nürnberger Restaurant Week 2015 anboten. Für 25 Euro gab es ein 3-Gänge-Menü mit folgenden Genüssen:

  • 1.Gang: Gratinierter Ziegenkäse mit Rote-Beete-Chutney auf Linsensalat mit Mango und Rauke
  • 2.Gang: Pulled Beef auf getrüffeltem Kartoffelstampf mit Kürbis vom Blech und dreierlei Topping (vegetarische Variante: Kürbis vom Blech auf getrüffeltem Kartoffelstampf mit dreierlei Topping)
  • 3. Gang: White Chocolate Cheesecake im Glas mit frischen Beeren
Gratinierter Ziegenkäse auf Linsensalat

Gratinierter Ziegenkäse mit Rote-Beete-Chutney auf Linsensalat mit Mango und Rauke. Foto: © Benjamin Jungert / Nürnberg und so

Der beste Weg für einen Foodtruck ein eigenes Pop-Up Restaurant zu veranstalten, ist es, sich mit einem lokalen Gastronom zusammenzutun. Auf diese Weise sind die Räumlichkeiten vorhanden und die Getränkeversorgung gesichert. Das Essen kommt dann direkt aus dem Foodtruck.

Pulled Beef auf getrüffeltem Kartoffelstampf

Pulled Beef auf getrüffeltem Kartoffelstampf mit Kürbis vom Blech und dreierlei Topping. Foto: © Benjamin Jungert / Nürnberg und so

Vorteile eines Pop-Up Restaurants für Foodtrucks

  • Foodtruck ist eigener Eventveranstalter
  • Erweiterung der Zielgruppe
  • Neue Kunden für das Mittagsgeschäft akquirieren
  • Kunden mit der eigenen Qualität und Leidenschaft begeistern
  • Kalkulierbare Umsätze
  • Planbare Auslastung
White Chocolate Cheesecake

White Chocolate Cheesecake im Glas mit frischen Beeren. Foto: © Benjamin Jungert / Nürnberg und so

Diese Vorteile sollten Motivation genug sein, damit der ein oder andere von euch es einmal probiert. Pop-Up Restaurants aus dem Foodtruck heraus sind eine ideale Ergänzung für den Alltag. Sie können noch mehr als das Mittagsgeschäft für Feedback und Kundenzufriedenheit sorgen. Ganz zu schweigen von den vielen neuen Gästen, die von eurem leckeren Essen begeistert sein werden.

  • Autor
  • Markus A. Wolf
  • Letzte Änderung
  • 2019-09-20
  • veröffentlicht
  • 2015-11-20
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Portrait Markus A. Wolf

Markus A. Wolf

Lebensmittelchemiker, Designer, Informatiker: Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Foodtruck-Experten, Innovationsmanagers und Co-Founders von Craftplaces.