Sei enthusiastisch aber auch realistisch: Diese beiden Einstellungen gilt es als Foodtrucker zusammenzubringen. Du kannst zum einen unendliche kulinarische Möglichkeiten verwirklichen und viele hungrige Kunden erreichen und sie zu deinen Fans machen.

Zum anderen kannst du als Neu-Foodtrucker die eine oder andere unschöne Erfahrung machen, etwa wenn du dich in betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten nicht gut auskennst und du irgendwann deinen Forderungen nicht mehr nachkommen kannst.

Dass ein gewisser Prozentsatz seinen Foodtruck im Laufe der Zeit aufgibt, sind ganz normale Vorgänge, die häufig eher persönliche als wirtschaftliche Gründe haben.

Sei dir bewusst, welche typischen Fehler im Foodtruck-Business lauern und wie man sie umgeht. Je mehr Fehler man vom dem Start macht (siehe dazu unser Konzept Lean-Foodtruck), desto leichter wird man in der Anfangszeit überstehen, und die Chancen, schnell erfolgreich zu werden sind höher.

Alternativszenarien

Stell dir die wichtige Frage, ob du dir vorstellen kannst, auch in ein paar Jahren noch in einem Foodtruck zu arbeiten. Einige Foodtrucker sind in der Gastronomie angestellt und lösen sich dann aus diesen Verhältnissen.

Wenn du merkst, dass die Freiheit eines Foodtrucker-Daseins zu viel Freiheit für dich bedeutet und dich eventuell überfordert, überlege dir die Rolle rückwärts: Vielleicht möchtest du wieder zurück in ein Restaurant und kannst dort deine Erfahrungen einbringen, die du als Foodtrucker gewonnen hast.

Überlege dir aber auch, welche Möglichkeiten du hast, wenn der Foodtruck nicht erfolgreich ist. Deinen Foodtruck bei Geschäftsaufgabe zu verkaufen ist sicher möglich. Die Fahrzeuge sind zwar relativ wertstabil, aber du kannst nicht davon ausgehen, dass jemand genau einen solchen Foodtruck wie deinen sucht und den entsprechenden Preis zahlt.

Generell ist die Summe, die man für einen neuen Foodtruck im Schnitt ausgibt oder ausgeben kann (startklar ab etwa 40.000 Euro) geringer als die Summe, die man in ein eigenes Restaurant investieren kann (gut 100.000 Euro aufwärts). Insofern mag die Fallhöhe niedriger, wenn auch vorhanden sein.

Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit

Das Foodtruck-Business mag ein junges sein und die Mitarbeiter sind meist auch noch relativ jung.

Dennoch sollte man sich frühzeitig Gedanken über die Zukunft machen. Zu nennen sind hier vor allem die Stichpunkte Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit. Hier gilt es zu klären: Wieviel kann und möchte ich fürs Alter zurücklegen, vor allem wenn ich selbständig bin und privat vorsorgen muss? Und: wie kann ich mich absichern, wenn ich die Arbeit im Foodtruck wegen eines Unfalls nicht mehr ausführen kann?

Zusammenfassung

Begeisterung und Scheitern gehören beim Foodtruck-Business eng zusammen.

Der Businessplan und viele Artikel helfen dir dabei, Fehler zu vermeiden, aber einige Fehler musst du selber machen. Siehe dazu unser Konzept: Lean-Foodtruck.

Mach dir Gedanken über deine berufliche Zukunft und ob du generell in der durchaus stressigen Gastronomie verweilen möchtest.

Du kannst deinen Foodtruck im Ernstfall verkaufen. Du musst zwar mit Wertverlust rechnen, aber dieser ist bedeutend geringer als bei üblichen PKW.

Mach dir Gedanken um Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsversicherung.

  • Autor
  • Markus A. Wolf
  • Letzte Änderung
  • 2019-03-24
  • veröffentlicht
  • 2017-04-11
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Portrait Markus A. Wolf

Markus A. Wolf

Lebensmittelchemiker, Designer, Informatiker: Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Foodtruck-Experten, Innovationsmanagers und Co-Founders von Craftplaces.