Street Food in Bio-Qualität: Vertrauen Dank Zertifizierung

Zertifizierung gibt Orientierung und sorgt bei den meisten Verbrauchern für Vertrauen. Gerade wenn es um die Qualität von Lebensmitteln und zubereiteten Speisen geht tritt immer häufiger Bio in den Vordergrund. Biologisch produzierte Produkte kommen in einer zunehmenden Zahl von Street Food-Unternehmen in die angebotenen Speisen. So begegnet man im Straßenbild immer häufiger Foodtrucks, die mit dem Bio-Logo beschriftet sind.

Um den Vertrauensvorschuss seitens der Verbraucher nicht aufs Spiel zu setzen, werden Bio-Zertifizierungen von qualifizierten Stellen an Street Food-Unternehmen vergeben. Nach einem Turnus von ein bis zwei Jahren erfolgt die Neuvergabe. Foodtrucks, die ein solches Bio-Zertifikat erhalten, müssen also hohen Standards entsprechen und sich immer aufs Neue beweisen. Hinzu kommen unterjährige Bio-Kontrollen – bis zu sechs Stück je Street Food-Anbieter.

Gentechnik, Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel, mineralische Dünger, Süßstoffe, Stabilisatoren, synthetische Farbstoffe, Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker sind bei Bio-Street Food absolut tabu. Auch Verdickungsmittel, Emulgatoren und Backtriebmittel sind ausschließlich im Rahmen einer ausgewählten Zulässigkeitsliste erlaubt.

Siegel-Vielfalt oder Siegel-Irrsinn

EU-weit ist Bio, getragen durch die EG-Öko-Verordnung, ein geschützter Begriff. Weit verbreitet ist inzwischen das Bio-Siegel der Europäischen Union. Das aus Sternen geformte Blatt ist seit 2012 immer häufiger zu sehen, da seit dem für Bio-zertifizierte Unternehmen eine Kennzeichnung verpflichtend ist.

In einzelnen EU-Ländern gibt es staatliche Bio-Siegel. Auch Deutschland hat ein solches und es ist (da seit 2001 vorhanden) auch bekannter als das europäische Siegel. Nach unabhängigen Erhebungen gilt das EU Bio-Siegel als bedingt empfehlenswert. Aus diesem Grund entschließen sich auch immer mehr Bio Street Food-Unternehmen gegen den Einsatz von Lebensmitteln, die ausschließlich das EU Bio-Siegel tragen.

Sieht man das EU-Kennzeichen in dieser Form als unterste Qualitätsstufe an, ordnen sich oberhalb des deutschen staatlichen Bio-Siegels privat initiierte Bio-Standards zu. Hier sind Demeter, Bioland, Biokreis oder Naturland zu nennen. Am konsequentesten und damit strengsten ist Demeter. Hier sind Zusätze untersagt, die andere Bio-Siegel noch als zulässig einstufen.

Das Bio Street Food-Label hilft

Es zeigt sich: Für den Street Food-Konsumenten ist es schwer im Dschungel der Bio-Siegel den Durchblick zu erhalten. Hierbei wollen wir als Street Food-Plattform eine einfache Hilfestellung geben und haben das Bio Street Food-Label ins Leben gerufen. Daher müssen alle Bio-zertifizierten Foodtrucks, Foodtrailer und Street Food-Stände vor Aufnahme ihre Zertifizierung nachweisen. Dies wird von uns manuell geprüft. Nach Ablauf der gültigen Bio-Zertifizierung werden die Anbieter entweder von der Bio Street Food-Liste entfernt oder sie reichen rechtzeitig das Nachfolge-Zertifikat ein.

zum Bio Street Food-Label

  • Autor
  • Daniel Bendl
  • Letzte Änderung
  • 2019-11-22
  • veröffentlicht
  • 2019-10-24
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Daniel Bendl

Daniel Bendl

Daniel ist Geschäftsführer und Mitgründer von Craftplaces, Genießer fränkischer und internationaler Gaumenfreuden und Foodtruck Unterstützer der ersten Stunde. Er ist Experte wenn es um die digitale Vereinfachung des Foodtruck Alltags mit Hilfe von Craftplaces Business geht.