Der erste vegane Foodtruck Frankens hat recht lang auf sich warten lassen. Ein Grund dafür ist sicherlich die Liebe der Franken zu deftigen Fleischgerichten. Umso überraschender ist es, dass gerade in solch einer Region ein veganer Foodtruck auf einem Street-Food-Markt als erster ausverkauft war. Hut ab!

Katrin und Björn Lehnert ist es wichtig, sich mit dem Essen und der Umwelt auseinanderzusetzten und nicht alles als gegeben hinzunehmen. Gerade Tiefkühlkost ist heute mehr das Ergebnis lebensmittelchemischer Innovationen als dass es noch etwas mit den ursprünglichen Zutaten zu tun hat. Die KFZ-Meisterin Katrin bringt beste Voraussetzungen für den Umgang mit der rollenden Küchen mit und so sprach von dieser Seite her nichts dagegen mit einem eigenen Foodtruck zu starten.

Die nächsten Foodtruck oder Street Food Termine sind zu weit weg!

Du kannst deinen Standort auch selber für alle Seiten anpassen. Einfach über den Link Standort ändern deinen gewünschten Standort anpassen.

Vielleicht bist du aber eher an anderen Leistungen wie Foodtruck Catering oder Event Kalender interessiert. Auf der Seite: Überblick Deutsche Städte findest du jede Menge Sätdte mit Foodtruck oder Street Food Terminen. Wenn du lieber alle Foodtrucks in Deutschland durchstöbern möchtest, dann geht es hier lang: Alle Foodtrucks in Deutschland und einen Überblick über alle Kategorien findest du unter Überblick Foodtruck Kategorien.

Anderer Standort? Standort ändern

Erzählt bitte kurz was du in deinem Foodtruck anbietest!

Die vegane Bewegung, die in den letzten Jahren immer mehr Aufschwung genommen hat, ist vielleicht nicht die ultimative Lösung aber ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Menschen wollen wissen wo Alltagsgerichte und deren Zutaten herkommen, was damit gemacht wird und wie sie verarbeitet werden. Das bezieht sich nicht ausschließlich auf den Fleischkonsum.
Wir bieten vegetarische und vegane Gerichte nicht deshalb an, um einem Hype nachzulaufen, auch nicht um alle zum Veganismus zu konvertieren, sondern um den Hungrigen, die Massentierhaltung ablehnen, eine Alternative anzubieten.

Warum habt ihr euch für vegane Gerichte entschieden?

Weil wir es können :-) – Nein im Ernst, weil wir finden, dass es zu wenig Alternativen zu Burgern, Pulled Pork und Konsortien gibt. Wir kochen für alle, die gerne Neues probieren, außerhalb Ihrer Box denken und auf leckeres Essen stehen. Wir kochen und backen das meiste selbst und verzichten auf industriell hergestellte Produkte. Unsere Produkte sind selbstgemacht, frisch und weitestgehend zusatzstofffrei.

Bietet ihr ein spezielles Produkt an, oder eher eine größere Palette an Gerichten?

In unserem Foodtruck gibt es vegetarische aber vor allem vegane Gerichte. Wir haben kein spezielles Gericht, wir kochen das, wozu wir gerade Lust und worauf wir gerade Hunger haben. Versuchen dann noch saisonale und regionale Produkte weitestgehend mit einzubeziehen und freuen uns jedes Mal über die positiven Reaktionen der Gäste.

Wie seid ihr auf die Idee zu einem Foodtruck gekommen?

Wir kamen auf die Idee zu unserem Foodtruck, weil wir mal etwas anderes machen wollten. Ich (Katrin) war jahrelang als KFZ-Meisterin tätig und habe dadurch einen realistischen Einblick in das, was mit einem Truck alles möglich ist. Wir haben uns überlegt, etwas mit wirklich guten Lebensmitteln auf die Beine zu stellen. Zusätzlich war uns der Kundenkontakt sehr wichtig und wir wollten unterwegs und an der frischen Luft sein. Herausgekommen ist dann unser orangener Foodtruck, mit dem wir genau das umsetzen können, was wir uns gewünscht haben.

Worauf seid ihr besonders stolz?

Eigentlich auf alles. Darauf, den Schritt gewagt zu haben, über uns hinausgewachsen zu sein, so viele neue Erfahrungen gemacht zu haben. Das kann uns keiner mehr nehmen. Gerichte selbst zu kreieren und geiles veganes Essen zuzubereiten, das die Gäste so begeistert.

Foodtruck Mercedes Sprinter, kurzer Radstand, Typ 221 CDI, Baujahr 2004

Fahrt ihr mittags oder abends eine Tour?

Ja, wir sind aktuell mittags in Bayreuth unterwegs und alle zwei Wochen findet man uns in Erlangen. Wo genau erfahrt ihr immer aktuell in der Foodtruck App. Dort gibt es dann auch immer die aktuellen Tourdaten.

Wie häufig seid ihr auf Foodtruck- oder Street-Food-Events?

Wenn es die Zeit erlaubt sind wir auf fast jedem Event und auch auf etlichen Festivals.

Habt ihr einen gastronomischen Hintergrund?

Nein leider nicht, das meiste haben wir uns selbst beigebracht und viel im Internet recherchiert und ausprobiert.

Was waren eure größten Hürden auf dem Weg zum Foodtruck?

Wir beide finden, dass die größte Hürde war, sich zu trauen. Seinen Job zu kündigen und wieder bei Null anzufangen. Die Existenzängste sind nicht zu unterschätzen, aber diesen muss man sich stellen, um erfolgreich zu sein; das ist unsere Erfahrung.

Könnt ihr autark arbeiten oder benötigt ihr externen Strom?

Wir haben zwar immer Gas, Wasser und einen eigenen Stromerzeuger an Bord, aber freuen uns immer über einen externen Anschluss, der unsere Gerätschaften entlastet und die Arbeit erleichtert.

Was würdet ihr beruflich machen, wenn ihr keinen Foodtruck hättet?

Im Moment können wir uns keine andere Beschäftigung vorstellen, es macht einfach zu viel Spaß sich jeden Tag neu zu erfinden.

  • Autor
  • Markus A. Wolf
  • Letzte Änderung
  • 2019-03-24
  • veröffentlicht
  • 2015-10-28
  • Tags
  • Bilder
  • No additional copyrights
Portrait Markus A. Wolf

Markus A. Wolf

Lebensmittelchemiker, Designer, Informatiker: Guter Ge­schmack ist ihm angeboren. „Slow food on fast wheels“ ist das Credo des Foodtruck-Experten, Innovationsmanagers und Co-Founders von Craftplaces.